Mitschnitt der Pressekonferenz zur Einstellung des Verfahrens

Im April 2012 wurden in Weimar vier Personen ohne Begründung festgenommen, mussten eine Nacht im Gewahrsam verbringen und wurden dort erniedrigt, misshandelt und beleidigt. Eine Person erlitt durch die Beamten eine armlange Schürfwunde. Die vier haben diese Vorfälle öffentlich gemacht und landeten dafür letztlich selbst auf der Anklagebank – sie mussten sich gegen die Vorwürfe des „Vortäuschens einer Straftat“ und „Falscher Verdächtigung“ verteidigen. Ursprünglich sollte heute, am 02.04.2015, der sechste Prozesstag stattfinden. Zwischen dem fünften und dem sechsten Prozesstag wurde jedoch bekannt, dass zwei der zugrundeliegenden Strafbefehle zurückgezogen und das Verfahren in der dritten Anklage nach § 154 StPO eingestellt wurde. Das Verfahren im Fall „Weimar im April“ endet ohne Plädoyers, ohne Freispruch, ohne Urteil. Aus diesem Anlass hat die Soligruppe „Weimar im April“ heute eine Pressekonferenz ausgerichtet, auf der Vertreter der Soligruppe, die Anwälte Sven Adam und Kristin Pietrzyk sowie Steffen Dittes für die „Unabhängige Untersuchungskommission“ eine Einschätzung zum Ende des Verfahrens gegegeben und Fragen der Presse beantwortet haben. [via]

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