Gericht stellt Prozeß wegen „falscher Verdächtigungen“ ein

Aus den Nachrichten von Radio LOTTE
Der Amtsgerichts-Prozeß gegen drei Jugendliche wegen „falscher Verdächtigungen“ ist ohne Strafen für die Angeklagten beendet worden. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, für die letzte Angeklagte das Verfahren einzustellen. Die Anklagen für die zwei anderen Beschuldigten waren schon zuvor zurückgenommen worden. Nach einer gemeinsamen Erklärung der Rechtsanwälte war die der Anklage zu Grunde liegende Version des Geschehens nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Befragung der Polizeibeamten offenbarten erhebliche Mißstände bei der Dienststelle Weimar, heißt es. Offensichtlich sei polizeiliches Handeln in der Tatnacht falsch dokumentiert und das Aussageverhalten der Polizisten abgesprochen worden. – Wie das Verfahren politisch zu bewerten ist und wie damit weiter umgegangen werden könnte, soll auf einer morgigen Pressekonferenz dargestellt werden. – Für die wegen „falscher Verdächtigungen und Vortäuschen einer Straftat“ Angeklagten war der Prozeß „eine Umkehr der Anschuldigungen“. Tatsächlich seien sie im April 2012 in der Weimarer Polizeiinspektion durch Schläge, Bedrohungen und Beleidigungen mißhandelt und gedemütigt worden.

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