‚Mächtig Gewaltig‘ – Fritz Burschel zum zweiten Prozesstag (Radio Corax)

Fritz Burschel von der unabhängigen Untersuchungskommission hat ein Interview bei Radio Corax gegeben, in dem er einen Rückblick auf den zweiten Prozesstag im Fall „Weimar im April“ gemacht hat. Wir dokumentieren das Interview an dieser Stelle.

Körperliche Wunden, Demütigungsmomente, Angst und damit verbundene psychische Belastungen das sind mögliche Folgen eines Zusammentreffens mit der Staatsgewalt. Sich dagegen zu wehren ist schwer bis unmöglich. Denn zum einen ist Polizeigewalt rechtlich legitimiert und das sogenannte überschreiten der Macht der PolizistInnen hat meist keine Konsequenzen. In der NAcht vom 19. auf den 20. April wurden vier Jugendliche in Weimar von der Polizei angehalten und ohne Tatbestandserläuterung mit in Gewahrsam genommen. Dort wurden sie 10 h lang ohne Wasser festgehalten. zwei damals Jugendliche Frauen wurden in der Gewahrsamszelle misshandelt. Sie wurden unter anderem bespuckt, beleidigt und geschlagen. Gestern fand der dritte Prozesstag statt jedoch nicht gegen die vermeintlichen Täter, also die Polizisten, sondern gegen die Betroffenen. Der Vorwurf lautet: Vortäuschen einer Straftat. Wir haben mit Fritz Burschel gesprochen. Er gehört zu der öffentlichen Kommission aus PolitikerInnen, ÄrztInnen und AnwältInnen, welche den Fall kritisch begleitet. [via]